Es wird spannend.

Parson Russell Terrier

Es wird spannend.

5. August 2015 Welpen 0

Jetzt ist es soweit. Brenda wurde von Panther Creek Domino Effect Anfang August gedeckt. Jetzt beginnt das Warten, ob es geklappt hat.11304066_10153422434734846_1104519753_n

Wir erwarten aus diesem Duo begeisterungsfähige und sehr flinke (im Kopf und auf den Pfoten) Russells, die nur, da wiederhole ich mich gerne, in erfahrene, engagierte und in Bezug auf Ausbildung und Erziehung, motivierte und modern eingestellte Menschen abgegeben werden. Denen Konsequenz kein Fremdwort ist und die wissen, dass, wenn sie Trieb haben wollen, sie diesen auch lenken können müssen.

Nachfolgend eine Beschreibung seiner Besitzerin Kirsten Döpp, die viele Informationen über seinen Charakter und seine Art auf die Welt zuzugehen, gibt.

Fressen ist seine große Leidenschaft, allerdings ist er nicht von der futterneidischen Sorte. Er mag Essen jedweder Art und probiert auch sehr gern Unbekanntes. So klaute er neulich die Tomaten aus den Salatresten vom Kompost. Nun ja, rote Tomaten bringen Farbe in´s Leben und Vitamine können ja nicht schaden. Seine Leibspeise ist aber – ungeschlagen ganz weit vorne – Hähnchen. Hähnchen in allen Variationen. Wenn es schnell gehen muss, Chicken McNuggets von McD, Brathähnchen vom Grill findet er aber mindestens genauso gut. Schneller hat man wohl noch nie ein Hunde-Schwänzchen wedeln sehen :o)

Nun ist Domino also eingebürgerter Deutscher mit offiziellem Wohnsitz hier bei uns, Spike poliert sein Image mit einer Männerfreundschaft auf, Mimi und Hilde haben einen neuen Spielkameraden und Buffy beobachtet mit Chefin Coco interessiert, was sich da so ereignet.

Mit im Gepäck hat Domino nicht nur seine Farbe, sein freundliches Wesen (er liebt Hunde, Katzen aber definitiv eher wie Alf es tat, und Kinder und alle Menschen sowieso) und seine handliche Größe, sondern auch noch einen exzellenten Pedigree, der uns Anschluss an die Linien bringt, die schon in den USA erfolgreich mit Bowie´s Nachzucht harmoniert haben. Ein Bruder lebt weiterhin bei seinem Züchter, ein weiterer Bruder ist zu Linda Edwards gezogen und hat dort bereits eine erfolgreiche Ausstellungskarriere begonnen und erste Nachzucht im Showring präsentiert.

Nachdem er nun statt an der Schleppleine frei laufen darf, ist er voll in das Trainingsprogramm eingestiegen und rennt. Zum Horizont und wieder zurück, dass die Ohren fliegen. Grinsend. Rennen rennen rennen. Das findet er toll. Mittlerweile nicht mehr ganz so weit wie am Anfang und auch wirklich zuverlässig heraneilend, wenn ich ihn rufe oder pfeife, klar, erstens gibt es Futter dafür und zweitens wird Frauchen sonst böse und es gibt kein Futter. Im ersten Bau war er auch schon drin um mal zu schauen, was so passiert, den ersten Fuchs hat er auch schon verfolgt (Frauchens spitzer Brüller drang aber doch noch durch), er ist also vielseitig interessiert und nicht auf Kopf, Augen und Nase gefallen, wobei er eindeutig ein „Augenmensch“ ist, also extrem auf Bewegungsreize reagiert.

Beim Agi ist er auch mit von der Partie und unsere kleinen Übungseinheiten im eigenen Parcours daheim findet er toll. Wir arbeiten nach wie vor an der Konzentrationsfähigkeit, er ist immer überbemüht und freut sich sozusagen tot, wenn er was tun kann, was mit dem Hibbelhintern des Dauerwedlers zu etwas konträren Übungsverläufen führt. Aber Spaß hat er und er gibt immer alles, Volldampf voraus und Power bis zum Umfallen.

Die Begleithundprüfung haben wir zwischenzeitlich im April 2015 hinter uns gebracht, es steckt zwar ein Mehr an Arbeit dahinter als bei einem selbst aufgezogenen Hund (den man von Anfang an clickert und für den die Unterordnung dann eher ein spielerischer Trick wird), aber geschafft ist geschafft – besonders über die gute Ablage hab ich mich gefreut, denn geduldiges Liegen ist nicht seine Stärke.

Diddel macht das jedenfalls sehr gut, ist leicht motivierbar und wenn es um Bälle und Futter geht immer ganz vorne mit dabei. Wenn er Wasser sieht, ist er nicht mehr zu halten, er schwimmt um des Schwimmens willen und zwischendurch wird geplantscht, dass die Blubberblasen fliegen, denen man dann nachjagen kann. Nicht nur hübsch und nett, sondern auch noch agil, temperamentvoll und arbeitsam. Von daher schön, dass wir nicht auf den „guten Rat“ von „kompetenter Seite“ gehört haben, den Kerl zu einem „netten Familienhund“ zu privatisieren *lach* !

Mit den nicht wirklich vielen Würfen, die er in den knapp 6 Jahren seines deutschen Lebens gezeugt hat, hat er seinen Kindern seinen Drive und seine Power mitgegeben, so dass sich folgerichtig eine gute Zahl davon im Hundesport findet. Seinen engen Bezug zu Menschen haben sie auch bekommen, viele von ihnen sind daher Ein-Mensch-Hunde und suchen sich ihren Lebensmenschen aus, dem sie dann wirklich getreu dem Motto „durch dick und dünn und wo immer Du bist, werde ich auch sein“ folgen. Auch wenn ich sein Lernverhalten nur mit der Einschränkung einer völlig anderen Aufzucht und der Übernahme mit 1 Jahr beurteilen kann, sind die Kinder alle sehr pfiffig, aufgeweckt und lernwillig – nicht allein dann, wenn es um Nützlichkeiten geht. Ach ja: wasserfreudig und dauerwedelig eh. Aufgrund der Power und der Cleverness ist eines aber sicher: es sind keine Hunde für Jedermann und schon garnicht für bequeme, inkonsequente und erziehungsfaule Couch-Potatoes. Das geht in die Hose, wie leider auch schon zu sehen war. Wer Ferrari fahren will, sollte nicht allein den Führerschein haben, sondern auch entsprechende Fahr-Erfahrung mitbringen. Und Schneid haben ;o)